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Informieren Sie sich über die, in der Praxis angebotenen Verfahren und gewinnen Sie einen ersten Eindruck. Aufgrund der Informationsfülle kann hier nur ein kleiner Teil wiedergegeben werden - bei weitergehendem Interesse sprechen Sie mich bitte an!

  • Traditionelle Europäische Medizin (TEM)

    Seit Jahrtausenden spielt die Konstitution in der Behandlung eines Menschen eine zentrale Rolle. Hippokrates und Galen, als wichtigste Begründer und Vertreter der sog. “Säftelehre”, widmeten bereits dem richtigen Erkennen der Konstitution besonderes Augenmerk. Anhand äußerlicher Parameter sowie bestimmten Verhaltensweisen wurden 4 Grundtypen unterschieden. Die jeweilige Therapie wurde individuell darauf abgestimmt. Während diese Medzinrichtung im Mittelalter noch gängige Lehrmeinung war, geriet sie in der Neuzeit mit zunehmender Wissenschaft in der Medizin, in Vergessenheit und sogar in Verruf. Dieser Prozeß begann mit Virchow und führte zur Spaltung der Medizin in “Schulmedizin” und “alternativer, ganzheitlicher Medizin”.

    Viele der heutigen Außenseitermethoden galten noch in den 1950er Jahren als anerkannte schulmedizinische Verfahren. So befaßte sich der Wiener Arzt Bernhard Aschner noch sehr genau mit den Konstitutionen, entwickelte die Richtung weiter und führte eine Reduktion von vier auf zwei Konstitutionstypen ein. Bis in die 1960er widmeten hochrangige Wissenschaftler der Erforschung der Konstitution viel Aufmerksamkeit.

    Seither geht man von dem Vorliegen von zwei Grundtypen aus, der lymphatischen und der biliären Konstitution. Bereits äußerlich gibt es deutliche Unterscheidungsmerkmale.
    Der Lymphatiker entspricht dem schlanken Menschen mit heller Haut und Haaren und meist blauen Augen. Der biliäre Typus ist dunkel pigmentiert, athletisch bis vollschlank.

    Heutzutage weiß man, daß dem spezifischen äußeren Erscheinungsbild eine spezifische Regulationsweise zu Grunde liegt: der Lymphatiker ist eher parasympathikoton und der biliäre eher sympathikoton reguliert. D.h. der erste Typ leidet eher unter “zu Wenig” : Hypotonie, Drüsenschwäche, wenig stressresistent, anfällig gegenüber Infekten etc. Der biliäre leidet dagegen unter “zu Viel”: Bluthochdruck, Übergewicht, Herz- Kreislauf Probleme, Schlaganfall.
    Die Kenntnis dieser Phänomene ermöglicht eine typgerechte und individuelle Beratung und Therapie, um präventiv und kurativ eingreifen zu können.

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    Nebenstehende Grafik verdeutlicht schematisch die Unterschiede der Konstitutionen. Die Einteilung in die vorgegebenen Gruppen erfolgt traditionell unter äußerlichen Gesichtspunkten (Pigmentgehalt von Augen, Haut und Haaren). Allerdings lassen sich auch objektivierbare Parameter zur Unterscheidung heranziehen. Weitere Ausführung hierzu finden Sie im Abschnitt “Konstitutionslehre”.

  • Konstitutionslehre

    Seit Jahrtausenden spielt die Konstitution in der Behandlung eines Menschen eine zentrale Rolle. Hippokrates und Galen, als wichtigste Begründer und Vertreter der sog. “Säftelehre”, widmeten bereits dem richtigen Erkennen der Konstitution besonderes Augenmerk. Dabei wurden anhand äußerlicher Parameter sowie bestimmten Verhaltensweisen  4 Grundtypen unterschieden. Die jeweilige Therapie wurde individuell darauf abgestimmt. Während diese Medzinrichtung im Mittelalter noch gängige Lehrmeinung war, geriet sie in der Neuzeit mit zunehmender Wissenschaft in der Medizin, in Vergessenheit und sogar in Verruf. Dieser Prozeß begann mit Virchow und der mikroskopischen Krankheitsbeobachtung und führte zur Spaltung der Medizin in “Schulmedizin” und “alternativer, ganzheitlicher Medizin”.

    Viele der heutigen “Außenseitermethoden” galten noch in den 1950er Jahren als anerkannte schulmedizinische Verfahren. So befaßte sich der Wiener Arzt Bernhard Aschner noch sehr genau mit den Konstitutionen, entwickelte die Richtung weiter und führte eine Reduktion von vier auf zwei Konstitutionstypen ein. Bis in die 1960er widmeten hochrangige Wissenschaftler der Erforschung der Konstitution viel Aufmerksamkeit.
    Seither geht man von dem Vorliegen von zwei Grundtypen aus, der lymphatischen und der biliären (= Leber-Galle) Konstitution - ohne eigenständigen Charakter gibt es zahlreiche Mischformen aus den beiden vorgenannten “Reinformen”. Bereits äußerlich gibt es deutliche Unterscheidungsmerkmale:

    Der Lymphatiker entspricht dem schlanken Menschen mit heller Haut und Haaren und meist blauen Augen. Der biliäre Typus ist dunkel pigmentiert, athletisch bis vollschlank.
    Heutzutage weiß man, daß dem spezifischen äußeren Erscheinungsbild eine spezifische Regulationsweise zu Grunde liegt: der Lymphatiker ist eher parasympathikoton und der biliäre eher sympathikoton reguliert. D.h. der erste Typ wird eher unter “zu Wenig” leiden: Hypotonie, Drüsenschwäche, wenig stressresistent, anfällig gegenüber Infekten etc. Der biliäre dagegen leidet dagegen unter “zu Viel”: Bluthochdruck, Übergewicht, Herz- Kreislauf Probleme, Schlaganfall, Stressresistenz usw.
    Die Kenntnis dieser Phänomene ermöglicht eine typgerechte und individuelle Therapie, um präventiv wie kurativ eingreifen zu können.

    Zwei Anteile ergänzen sich zur Gesamtkonstitution: Die genetisch gegebene Grundkonstitution - sie legt die Richtung fest, in die der Organismus eher arbeitet (parasympathikoton - Leber-Galle Typ, sypmpathikoton - Lymphatiker)

    Die Art und Weise, in der ein Mensch dann tatsächlich auf einen äußeren Reiz reagiert ist festgelegt in der Reaktionslage. Dieses ist, im Gegensatz zur unveränderbaren Grundkonstitution, ein veränderliches System, daß auf Reize flexibel reagiert und um Ausgleich und Harmonie bestrebt ist. Die Grenzen der Reaktionsweise legt dabei die Grundkonstitution fest. Harmonie und damit Wohlbefinden wird empfunden, wenn die Reaktionslage gleichsinnig zur Grundkonstitution arbeitet.

  • Ausleitende Verfahren

    “Ubi plethora, ibi evacua” (lat.: “Wo die Fülle ist, da leite aus!”) ist der Leitsatz des Hippokrates zur Behandlung kranker Menschen. Über Jahrtausende wurde die Medizin von diesen Behandlungsmethoden bestimmt und dominiert.

    Heutzutage ebenso gültig wie damals, kommen diese Verfahren immer noch zum Einsatz, wenn es um die Therapie von krankhaften Zuständen, also von Krankheiten, die aus “Zuviel” resultieren. Der Begriff der “Fülle” bezeichnet dabei Verquellungen des Unterhautfettgewebes (sog. Gelosen), Stauungen des Lymphflusses (verdickte Lymphknoten, Störungen im Magen-Darm Trakt, Beschwerden der Mandeln) sowie die Blutfülle bei Hypertonie und Hämochromatose (zu viele rote Blutkörperchen im Blut).

    Hierfür stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung:

      - trockenes Schröpfen (Lymphsystem, kalte Gelose)
      - blutiges Schröpfen und Aderlaß (Blutkreislauf, heiße Gelose)
      - Blutegel (Blutkreislauf, entzündliche Prozesse)
      - Canthariden-Pflaster (Lymphsystem, kalte Gelose)
      - Abführmittel und mikrobiolog. Therapie (Verdauungstrakt, Lymphsystem)
      - pflanzliche Methoden (vor allem zur Entgiftung des Bindegewebes)

    Welches Mittel wann therapeutisch zur Anwendung kommt, wird im Zuge der ganzheitlichen Diagnostik im Rahmen eines individuellen Therapieplanes zusammengefaßt.

    Der Vollständigkeit halber sollte noch die Ausleitung durch Erbrechen hinzugefügt werden, die heute nicht mehr durchgeführt wird.

  • Eigenbluttherapie

    Die Eigenbluttherapie ist eine der wichtigsten umstimmenden, vegetativen Therapiemethoden. Umstimmung bedeutet hierbei: Ein zu Hoher Tonus kann herabgesetzt - und ein zu niedriger Tonus angehoben werden, jeweils bezogen auf das vegetative Nervensystem. Somit kommt die Eigenbluttherapie fast immer ergänzend zum Einsatz, sowohl bei körperlichen, als auch bei seelischen Erkrankungen und Störungszuständen.
    Die zweite wichtige Wirkkomponente ist die günstige Beeinflussung des Immunsystems. Somit ist es die Therapie der Wahl bei allergischen Erkrankungen, Erkrankungen der Haut und autoimmuner Prozesse. Die genaue Wirkweise ist nach wie vor nicht aufgeklärt!

    Ablauf

     

    Zunächst wird die benötigte Menge Blut entnommen - wie bei einer “normalen” Blutuntersuchung auch. Unser Blut ist ein wirksames Medikament mit äußerst überschaubaren Nebenwirkungen: Gerade zum Beginn der Therapie kommt es häufig zu grippeähnlichen Symptomen, die sich aber nach einigen Tagen wieder legen.

    Im Liegen wird dann das eigene Blut, ohne irgendeine vorherige “Bearbeitung”, zurückgespritzt. Hierbei wird in den oberen Anteil des Gesäßmuskels injiziert. Das Blut wird tief im Muskel platziert und bildet dort einen Bluterguß, der dann in der Folge vom Körper (=Immunsystem) erkannt und abgebaut wird.

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    Wirkung und Anwendungsbeispiele

    In den folgenden Tagen nach der Injektion setzt sich der Körper nun mit diesem “Fremdkörper” (= eigenes Blut an falscher Stelle, Muskel) auseinander. Dabei wird das Immunsystem aktiviert, Zellhormone werden ausgeschüttet, die zahlreiche umstimmenden Körperreaktionen auslösen können.

    Dieses Verfahren kann erfolgreich, alleinig oder unterstützend, insbesondere bei Erkrankungen es Immunssystems wie Allergien, Hauterkrankungen (Akne, Rosazea, Neurodermitis, Psoriasis uvm.) angewendet werden.

     

  • Phytotherapie

    Phytotherapie bezeichnet die Behandlung mit pflanzlichen Heilmitteln. Im Gegensatz zu chemischen Präparaten besitzen Pflanzenheilmittel mehrere Wirkstoffe, die sich zu einer Gesamtwirkung ergänzen. Wissenschaftlich ist dieses Zusammenspiel bis heute nur unzureichend verstanden. Genau dieses Wirkstoffgemisch macht die Pflanzenheilkunde zu etwas besonderem: Während die chemisch isolierten Einzelstoffe zwar häufig auch eine Wirkung zeigen, aber parallel dazu auch mit deutlichen Nebenwirkungen besetzt sind, sind die pflanzlichen Mittel weitestgehend nebenwirkungsarm.

    Zum Einsatz kommt die Pflanzenheilkunde in verschiedenen Formen: als Tee, Salben, Tinkturen oder Tabletten stehen viele Verabreichungsformen zur Verfügung. Dabei greife ich ausschließlich auf Fertigarzneimittel zurück: Diese sind in Ihrer Zusammensetzung und im Wirkstoffgehalt standardisiert, enthalten also immer garantiert die gleiche Menge Wirkstoff.

    Ich verwende nur Präparate, die ihren Nutzen in unabhängigen Studien gezeigt haben; viele derartige Medikamente besitzen heute schon Zulassungen für umrissene Krankheitsbilder. Damit ist zum einen sichergestellt, daß sie “Ihr Geld auch wert” sind und zum anderen bezüglich der Nebenwirkungen keinen zusätzlichen Schaden anrichten (Würden “normale” schulmedizinische Medikamente nach gleichen Standards geprüft werden, gäbe es so manches nicht auf dem Markt!).

    Pflanzenheilkunde hat im medizinischen Sinne wenig mit den freiverkäuflichen Mitteln der Discounter und Drogeriemärkte zu tun - hier stimmen häufig die Dosierungen, die für eine verläßliche Wirkung notwendig sind, überhaupt nicht. Ferner unterliegen diese Präparate nicht den strengen Auflagen von Medikamenten. Sie werden als “dätetische Lebensmittel” oder “Nahrungsergänzungsmittel” deklariert und können sogar Spuren von Pestiziden enthalten!

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    links:
    Lavendel - eine bekannte und sehr wirksame Pflanze. Verantwortlich für die Wirkung sind die enthaltenen ätherischen Öle. Insbesondere findet es Bereich der Angsttherapie Anwendung

    rechts:
    Hopfenzapfen - wirken beruhigend und ausgleichend, bewährt bei Nervosität und Unruhe und Schlafstörungen

  • Elastisches Taping

    Bereits 1970 praktizierte der japanische Arzt und Chirotherapeut Kenzo Kase diese Heilmethode, bei der er elastische Baumwollstreifen zur Behandlung von sportbedingten Störungen wie Zerrungen, Prellungen und Schwellungen benutzte. Er entwickelte ein differenziertes System zur Behandlung im Bereich von Muskeln und Bändern indem nicht nur der Applikationsort entscheidend war, sondern auch die spezifische Art und Weise des Aufbringens der Tapestreifen.Die Methode bewährte sich und hielt bald Einzug in die Sportmedizin des Profisportes. Hier kommt es auf schnelle Hilfe und Reaktion auf akute, bevorzugt stumpfe, Verletzungsmuster an.

    In Deutschland erfuhr die Methode seit den 1990er Jahren diverse Modifikationen:  Meditaping® - zur Beeinflussung  auch innerer Krankheitsbilder durch äußerlich aufgeklebte Tapes; Akutaping® - bezieht Akupunkturpunkte in die Behandlung mit ein, so daß auch spezifische Kenntnis hierüber vonnöten ist. Beide Schulen vertreten die Meinung, rote Tapes würden „wärmen“ und blaue „kühlen“. Dem ist nicht so –die technischen Eigenschaften der Tapes im Aufbau identisch!


    Die hier vorgestellte Methode orientiert sich am Original von Kenzo Kase, zeichnet sich aber durch deutliche Vereinfachungungen aus, wobei das Wirkprinzip der Bindegewebsmassage (E. Dickens) therapeutisch genutzt wird. Die Wirksamkeit dieser Methode bei häufigen Störungsbildern des Muskel-Bänder Apparates haben wir in 2 eigenen Studien belegen können.


    Die Wirksamkeit der Tapes begründet sich in reflektorischen Reaktionen zwischen Hautnerven und der Muskulatur (sog. kutiviszerale Reflexe). Hierbei führt ein Reiz zu einer nervalen Erregung, die im Rückenmark die Aktivität von motorischen und schmerzleitenden Nerven hemmt. Beim Taping werden elastische, klebende und maximal gedehnte Baumwollstreifen auf ein vorgedehntes Hautareal aufgeklebt. Bei jeder Bewegung wird das Tape nun auseinandergezogen und zieht sich bei Entspannung wieder wie ein Gummiband zusammen. Da die Haut durch den starken Kleber festgehalten wird, verschiebt sich so bei jeder Bewegung die obere Haut gegen die tiefer gelegene Faszie. Hierdurch werden zum einen Hautrezeptoren erregt, die Erregung wird zum Rückenmark geleitet und dort, wie beschrieben, verschaltet.
     

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